Mitglied der SCNAT

Die Schweizerische Gesellschaft für Statistik (SSS) fördert die Anwendung und die Entwicklung der Statistik in der Schweiz, vertritt die Interessen der auf diesem Gebiet tätigen Personen in Praxis, Forschung und Lehre und trägt zur Anerkennung der Statistik als eigenständige wissenschaftliche Disziplin bei.

Bild: denisismagilov, stock.adobe.com

Ethikrat

logo ethikrat
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Die Konferenz der regionalen statistischen Ämter der Schweiz (KORSTAT) und das Bundesamt für Statistik (BFS) setzten 2003 mit dem Ethikrat der öffentlichen Statistik der Schweiz (Ethikrat) ein Gremium zur Bearbeitung berufs- und datenethischer Fragestellungen ein. Als eigenständiges und unabhängiges Gremium ist der Ethikrat institutionell in der Sektion Öffentliche Statistik der Schweizerischen Gesellschaft für Statistik verankert. Er trägt im Speziellen zur Öffentlichkeitsarbeit in Bezug auf die Charta bei, unterstützt deren Umsetzung und überwacht deren Einhaltung. Im Hinblick auf die Anwendung der Prinzipien der Charta besitzt der Ethikrat Feststellungs-, Empfehlungs- und Informationsbefugnisse. Sanktionen kann er keine erlassen. Er sieht seine Rolle auch als Ombudsstelle für die öffentliche Statistik.

Der Zugang zum Ethikrat erfolgt für die breitere Öffentlichkeit in erster Linie über die Website des Ethikrates. Neben allgemeiner Information und Präsentation der Charta in mehreren Sprachvarianten wird hier auch die Kontaktaufnahme mit dem Ethikrat ermöglicht. Zudem ist der Ethikrat auf dem Confluence der swissdatacommUNITY vertreten. Hier finden sich zusätzlich zur Website detailliertere Informationen wie Empfehlungen des Ethikrates, Mandat, Reglement, Jahresberichte und generell sämtliche frühere Versionen. Zudem bietet dieser Treffpunkt der Datengemeinschaften in einem internen Bereich die Möglichkeit des direkten Austauschs und der Vernetzung.


charta ethikrat
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Charta

Mit der Charta der öffentlichen Statistik der Schweiz haben sich die Konferenz der regionalen statistischen Ämter der Schweiz (KORSTAT) und das Bundesamt für Statistik (BFS) 2002 einen Verhaltenskodex gegeben. Nach Anpassungen in den Jahren 2008 und 2012 erfolgte 2025 eine umfassende Revision. Berufsethische Vorgaben zum institutionellen Umfeld, zu den statistischen Prozessen und zu den statistischen Produkten sind in Prinzipien zusammengefasst und mit Indikatoren komplementiert. Die Charta ergänzt die unterschiedlichen Rechtsgrundlagen von Bund und Kantonen und trägt als Eckpfeiler eines gemeinsamen Qualitätsrahmens zur Glaubwürdigkeit der öffentlichen Statistik bei.

In Ergänzung zu den Fundamental Principles of Official Statistics der UNO und dem Verhaltenskodex für europäische Statistiken (Code of Practice, CoP) des Europäischen Statistischen Systems berücksichtigt die revidierte Charta die Eigenheiten des föderalen Statistiksystems Schweiz. Bereinigt um EU-Spezifika und ergänzt mit Eigenheiten des föderalen Systems sowie mit Begrifflichkeiten bisheriger Charta-Versionen ist sie dem CoP angeglichen. Sie lässt dadurch Vergleiche und synchrones Arbeiten mit dem CoP im Rahmen des Möglichen zu. Das kommt u.a. jenen Statistikstellen des Bundes entgegen, die durch das Statistikabkommen mit der EU dem CoP verpflichtet sind.